Gröden, das Tal in den Dolomiten
Gröden ist zweifelsohne eines der bekanntesten ladinischen Täler der Dolomiten. Jener sagenumwobenen “bleichen Berge”, deren Name vom französischen Gelehrten und Mineralogen Deodat de Dolomieu (1750-1801) stammt, der als erster den Unterschied dieses Gesteins zum gewöhnlichen Kalkgestein feststellte. Hier findet man vereint alle jene typischen Merkmale, die die eigentliche Schönheit der Dolomitenlandschaft kennzeichnen.
Gröden ist ein etwa 25 km langes Tal und zieht sich von Waidbruck (im Eisacktal) hinauf bis zum Sellastock bzw. zu den Passübergängen Sella- (2240 m) und Grödnerjoch (2137 m). Das eigentliche sprachliche und touristische Gebiet Grödens erstreckt sich von der Talenge von Pontives ca. 10 km Tal einwärts. Hier beginnt das ladinische Gröden mit den Ortschaften St. Ulrich (Urtijëi), St. Christina (Santa Cristina) und Wolkenstein (Sëlva).
St. Ulrich hat als Alpinistenzentrum Tradition
St. Ulrich/Ortisei, 1236 m ü.d.M., ladinisch Urtijëi, ist der Hauptort des Tales. Der bekannte Sommer- und Winterferienort, mit seinem malerischen Ortskern, quirligem Leben und Tradition, mit seinen stillen Waldwegen und romantischen Winkeln, liegt in der Talmitte, umgeben von Wiesen und Wäldern, an sanfte Hänge gelehnt. Weit über die Grenzen bekannt sind die formschönen Berggestalten und blumenübersäten Almwiesen, die das Dorf umgeben: im Norden die berühmten Geisler Spitzen, im Osten der imposante Sellastock und im Süden die domartig aufstrebende Langkofelgruppe. Sie ist Grödens Wahrzeichen und eine der prachtvollsten Dolomitengruppen überhaupt.
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